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SPD sieht schnellen Handlungsbedarf zur Attraktivitätssteigerung der Schulleitungsposition

Gerhard Kleinböck: „Mehr Belastung und größere Verantwortung muss sich lohnen“

Der SPD-Schulexperte Gerhard Kleinböck zeigt sich besorgt, dass 190 Schulen in Baden-Württemberg ohne Schulleitung ins neue Schuljahr gestartet sind. „Die Landesregierung muss jetzt ganz schnell die notwendigen Voraussetzungen schaffen, um diese wichtige Position attraktiver zu gestalten“, so Kleinböck. Für die notwendige Qualitätsentwicklung in den Schulen seien gute und zufriedene Schulleitungen unabdingbar.

Wichtige Stellschrauben sieht er gleich in drei Bereichen. So fordert er ein eigenes Budget für Schulen zu Fortbildungszwecken. „Die Schulleitungen können die Bedarfe und Entwicklungspotentiale in ihrem Kollegium am besten einschätzen“, so Kleinböck. Allerdings bräuchten sie auch den notwendigen Gestaltungsspielraum um Qualitätsentwicklung betreiben zu können. Dementsprechend müssten die notwendigen zeitlichen Kapazitäten und Finanzmittel bereitgestellt werden, damit sie ihre Lehrkräfte auch wirklich unterstützen könnten. „Qualitätsentwicklung an den Schulen kann nicht einfach nebenbei stattfinden: sie braucht eine fachkundige Leitung und kostet Geld“, weiß der ehemalige Schulleiter aus eigener Erfahrung. 

Natürlich sei auch die bessere Besoldung ein wichtiges Argument zur Attraktivitätssteigerung, vor allem von Schulleitungen an Grundschulen. „Mehr Belastung und größere Verantwortung muss sich lohnen“, mahnt Kleinböck. Zudem müsse die Entlastung von Verwaltungsaufgaben durch Assistenten ermöglicht werden, damit sich Schulleitungen stärken ihren pädagogischen Aufgaben widmen könnten.

 

Stuttgart, 11.09.2017
Heike Wesener, Stellvertretende Pressesprecherin