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SPD: Strategiedialog Automobil „zum Erfolg verdammt“

Angesichts von Ausmaß und Geschwindigkeit des Transformationsprozesses in der Automobilindustrie sieht SPD-Fraktionschef Andreas Stoch den „Strategiedialog“ in Baden-Württemberg geradezu „zum Erfolg verdammt“. „Alle Akteure sind in der Pflicht, sich in den Dienst der gemeinsamen Sache zu stellen, nämlich unseren Spitzenplatz als modernes Automobilland und damit Tausende von Arbeitsplätzen zu sichern“, mahnte Stoch.

Wenn diese neue Form der institutionalisierten Zusammenarbeit am Ende wirklich Früchte tragen solle, dann dürften zentrale Beteiligte aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft sich beim eigenen Handeln nicht hinter ihr verstecken. „Der Strategiedialog darf nicht zur Alibiveranstaltung missraten, die es einem erlaubt, anstehende Hausaufgaben erst mal liegen zu lassen, obwohl man sie eigenverantwortlich erledigen könnte“, sagte Stoch.

An die Autobosse richtete der SPD-Fraktionschef den dringenden Appell, „mit Tricksen, Tarnen und Täuschen sofort Schluss zu machen“. Andernfalls drohe eine lang anhaltende Vertrauenskrise, „die für die anstehenden Veränderungen und für einen von Offenheit geprägten Dialog natürlich Gift wäre“.

Von Ministerpräsident Kretschmann verlangte Stoch, den Strategiedialog Automobilwirtschaft „mit realistischen Zielvorgaben“ anzugehen. „Ich fürchte, da wird es auf der Strecke immer mal wieder vonnöten sein, ideologische Eiferer bei den eigenen Leuten in die Schranken zu weisen“, so Stoch. Die Grünen müssten erst noch unter Beweis stellen, „dass sie nicht länger einen tiefen Argwohn gegen das Auto und die Autobauer im Land pflegen“.

 

Stuttgart, 25. Juli 2017
Martin Mendler, Pressesprecher