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Sieben Punkte für eine gute Pflege in Baden-Württemberg

Die Arbeit der Enquetekommission „Pflege“ des Landtags von Baden-Württemberg ist abgeschlossen. Der Bericht wird am 27. Januar 2016 im Landtag diskutiert und verabschiedet. Die SPD-Landtagsfraktion sieht bei der Fachkräftesicherung und -gewinnung und der Unterstützung von pflegenden Familienangehörigen den entscheidenden Handlungsbedarf:

 

1. Fachkräftesicherung und -gewinnung – Schlüssel für die Zukunft einer guten Pflege

Es gibt schon heute zu wenige Pflegefachkräfte. Wir werden daher in einer Ausbildungs- und Fachkräfteallianz mit Gewerkschaften, Arbeitgebern, Leistungsträgern u.a. verbindliche Ziele und Maßnahmen festlegen, um den Pflegenotstand in den Griff zu bekommen.

 

Rainer Hinderer MdL2. Mehr Zeit für Pflege – Arbeitsverdichtung abbauen

Schlechte Arbeitsbedingungen in Krankenhäusern und Pflegeheimen sind vor allem die Folge einer hohen Arbeitsverdichtung. Wir wollen über den Bundesrat verbindliche Personalschlüssel einführen. Diese müssen über dem Niveau in Baden-Württemberg liegen und vollumfängliche durch die Pflege- bzw. Krankenversicherung refinanziert werden.

3. Pflegenachwuchs sichern – Attraktivität der Ausbildung steigern

Vor allem die praktische Ausbildung muss verbessert werden. Wir wollen über eine Bundesratsinitiative die Freistellung von Praxisanleiter/innen und die Aufnahme der Praxisanleitung in den Dienstplänen festlegen und für eine Refinanzierung sorgen.

 

4. Ausbildung reformieren – Ausbildungsplätze erhalten und ausbauen

Die auf Bundesebene geplante „gemeinsame Ausbildung“ stellt vor allem die Altenpflege vor große Herausforderungen. Wir werden eine Task Force und regionale Plattformen zur Unterstützung und Beratung der Pflegeschulen und Ausbildungsstätten bei der Umsetzung der Reform einrichten.

 

5. Familiäre Pflege – Überforderung vorbeugen, Beratung und Unterstützung ausbauen

Pflegende Familienangehörige und in der Pflege Engagierte benötigen Beratung und eine bessere Vernetzung mit professionellen Angeboten. Wir wollen über den Bundesrat dafür sorgen, dass Pflegestützpunkte qualitativ verbessert sowie flächendeckend und wohnortnah ausgebaut werden.

 

6. Familiäre Pflege – Pflegenden Familienangehörigen eine Stimme geben

Pflegende Familienangehörige und ehrenamtlich Pflegende brauchen eine/n Fürsprecher/in. Wir werden daher eine/n Pflege- und Patientenbeauftragt/en im Land einrichten.

 

7. Selbstständigkeit und Selbstbestimmung – Auch im Alter zu Hause leben

Ein alters- und pflegegerechtes Wohn- und Lebensumfeld ermöglicht ein selbständiges und selbstbestimmtes Leben. Wir werden Präventionsangebote, wie die Seniorensozialarbeit ausbauen und mit einem Förderprogramm den Aufbau kommunaler Nahversorgungs- und Sozialraumstrukturen unterstützen.